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Internationale Referenzpapiere und Konferenzen

Erdgipfel, Rio de Janeiro (1992)

Die Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (englisch: United Nations Conference on Environment and Development, UNCED; häufig als Erdgipfel bezeichnet) fand vom 3. bis 14. Juni 1992 in Rio de Janeiro statt. Sie gilt als Meilenstein für die Integration von Umwelt- und Entwicklungsbestrebungen. Auch bezüglich der Beteiligung zivilgesellschaftlicher Organisationen an internationalen Prozessen setzte der Erdgipfel neue Massstäbe. Insgesamt 2400 Vertreter von nichtstaatlichen Organisationen (NGOs) nahmen an der Konferenz teil, weitere 17’000 Menschen beteiligten sich am parallel stattfindenden NGO-Forum. Wichtige Ergebnisse der UNCED sind die Agenda 21, die Rio-Erklärung über Umwelt und Entwicklung, die Klimarahmenkonvention, die Wüstenkonvention und die Biodiversitätskonvention.

Im Nachfolgeprozess der Rio-Konferenz wurde die Kommission für Nachhaltige Entwicklung (Commission on Sustainable Development, CSD) gegründet, die den Umsetzungsprozess der Konferenzergebnisse überwacht. Als Nachfolgekonferenzen fanden 1997 die Konferenz Rio+5 in New York und 2002 der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung in Johannesburg statt.

Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung, Johannesburg (2002)

Der Weltgipfel für nachhaltige Entwicklung (englisch: World Summit on Sustainable Development, WSSD) fand vom 26. August bis 4. September 2002 in Johannesburg/Südafrika mit zirka 20’000 Delegierten von Regierungen, der Wirtschaft, Nichtregierungsorganisationen (NGOs) und Kommunen statt. Die NGOs fanden sich in dem Kongress «A Sustainable World is Possible» (dt. «eine nachhaltige Welt ist möglich») zusammen. Ziel war neben der Bilanzierung der Agenda 21, des Plans zur Umsetzung der Agenda 21 (New York 1997), sowie der nationalen Nachhaltigkeitsstrategien, die Fortschreibung neuer Ziele und Massnahmen zur nachhaltigen Entwicklung bis 2015/2017. Der Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung endete mit der Verabschiedung einer Politischen Erklärung der Staats- und Regierungschefs («The Johannesburg Declaration on Sustainable Development») und eines 65-seitigen Johannesburg-Aktionsplans («Plan of Implementation»). Das Hauptergebnis ist, dass der künftige Weg zur Umsetzung des Leitbildes einer nachhaltigen Entwicklung durch neue Prioritäten, Zielmarken und Umsetzungsprogramme vorgegeben wurde. Erstmals wurden quantifizierbare Ziele, insbesondere die Millenniumsziele in den Aktionsplan aufgenommen.

Agenda 21

Die Agenda 21 – das Aktionsprogramm für das 21. Jahrhundert – wurde 1992 auf der Konferenz der Vereinten Nationen für Umwelt und Entwicklung (UNCED) in Rio de Janeiro beschlossen. Mehr als 170 Staaten, darunter auch die Schweiz, unterzeichneten das Dokument, das alle wesentlichen Politikbereiche einer umweltverträglichen, nachhaltigen Entwicklung anspricht. Die Bereiche Ökologie, Ökonomie und Soziale Sicherheit bilden dabei als untrennbare Einheit den Kern des Leitbildes einer zukunftsfähigen Entwicklung.


Links und Downloads

Rio-Deklaration - Originaltext
http://www.un.org/documents/ga/conf151/aconf15126-1annex1.htm

Rio-Deklaration - deutsche Übersetzung
http://www.un.org/Depts/german/conf/agenda21/rio.pdf

Agenda 21 - deutsche Übersetzung
http://www.bmu.de/files/pdfs/allgemein/application/pdf/agenda21.pdf

UN-Comission on Sustainable Development (CSD)
http://www.un.org/esa/dsd/csd/csd_csd16.shtml

Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung 2002, Johannesburg
http://www.worldsummit2002.org
http://www.agenda21-treffpunkt.de/thema/erdgipfel2002.htm

Millennuimsentwicklungsziele
http://www.fairunterwegs.org/fileadmin/ContentGlobal/PDF/Millenniumsziele.pdf